Geschichte

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Die Narrenzunft Hundsknochen Rötenbach e.V. wurde nach ca. einem Jahr Vorbereitung am 23. Juli 1990 in Rötenbach gegründet. Anlässlich der Gründungsversammlung trugen sich 28 Personen in das Mitgliederverzeichnis der neuen Zunft ein, 21 davon als aktive Mitglieder, die gemeinsam in den nächsten Monaten die ersten Häser fertigten und sich auf die Teilnahme an Narrensprüngen als Häs- und Maskenträger vorbereiteten. Der Hundsknochen, oder besser gesagt das Schimpfwort „Rötenbacher Hundsknochen“ geht auf einen über 100 Jahre alten Streit zwischen Vogtern und Rötenbachern zurück,
der anlässlich einer Rötenbacher Dorfkirbe entbrannte, und bis vor einigen Jahrzehnten auch noch vielfach handfest ausgetragen wurde. In der Rötenbacher Bauernchronik von Hartmut Helber ist nachzulesen, dass mehrere Erzählungen über diesen Streit in unsere Zeit überliefert wurden. Eine davon besagt,
dass einem alten Weiblein einer Ihrer Hunde (mit denen sie, vor den Leiterwagen gespannt, immer zum Markt fuhr) auf die Dorfkirbe hin „eingegangen“ ist und über Nacht am Stadel des Unteren Wirt´s heimlich aufgeknüpft wurde. Schon damals wurde die Tat den Vogtern zugeschrieben, die daraufhin den Schimpfnamen „Hundskirbe“ und daraus hervorgehend „Rötenbacher Hundsknochen“ in Umlauf gebracht haben sollen. Nicht weniger beleidigend war es zu dieser Zeit natürlich auch, in Rötenbach laut bellend umherzugehen oder abgenagte Knochen zu verstreuen, was mit Sicherheit nicht ungestraft blieb.
Auf diesem Hintergrundentstand der heutige Narrenruf der Zunft:
„HUNDSKNOCHEN WAU-WAU“

Bereits 1994 stellte die Narrenzunft Hundsknochen Rötenbach den Antrag auf Aufnahme als Gastzunft in den Allemanischen Narrenring e. V. Aufgrund der Tatsache, dass unsere Zunft noch nicht die zur Aufnahme nötigen 5 Jahre als eingetragener Verein bestand, wurde dieser Antrag jedoch zurückgestellt.
Das neue Präsidium des ANR bearbeitete dann, nach Erreichen der 5 Jahre e.V., unseren Antrag neu und gab uns die Möglichkeit, uns beim Brauchtumsausschuß des ANR´s vorzustellen, der den Aufnahmeantrag unterstützte. Anläßlich des Herbstkonvent´s am 21.10.1995 in Haidgau wurde unserem Antrag auf Aufnahme als Gastzunft in den ANR, dann auch stattgegeben. Die Patenschaft hat unsere Nachbarzunft aus Leupolz übernommen. Beim Herbstkonvent in Biberach am 14.10.2000 wurde die Narrenzunft Hundsknochen Rötenbach e.V. als Vollmitglied in den ANR aufgenommen. Die Patenschaft hat die Narrenzunft Baindt übernommen. Seit 1992 ist die Narrenzunft Hundsknochen Rötenbach hauptverantwortlich für die Organisation und Durchführung der Dorffasnet. So ist in der Satzung auch als erster Zweck die Dorffasnet und die Pflege der Fasnetssitten festgelegt. An Vorderster Stelle der Arbeit der Zunft und des Zunftrates steht die Pflege und Förderung des überlieferten Fasnetsbrauchtums im Ort und in der Region, nicht zuletzt durch die Integration in den ANR und den regen Kontakt zu anderen Zünften. Natürlich hat die Narrenzunft ihren festen Platz in der Dorfgemeinschaft in Rötenbach und unterstützt diese mit allen Kräften! Alljährlich beginnt die „Hauptfasnet“ für die Rötenbacher Hundsknochen am Lumpigen Donnerstag mit der Schüler- und Rathausbefreiung, die seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Narrenzunft Höllteufel Altann und der Narrenzunft Wolfegg durchgeführt wird. Abends findet dann das traditionelle „Knöchele-essen“ statt. Der Bromige Freitag ist der Tag der Dorffasnet, der mit Narrenfrühstück und Zunftmeisterempfang beginnt. Um 11.11 Uhr startet der kleine  Dorfumzug mit anschliessendem närrischen Treiben im Ort, um 13.13 Uhr findet dann der Kinderball statt. Die Fasnet wird am Fasnetsdienstag mit dem Hundsverbrennen und Kehraus verabschiedet.

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